Konzertberichte

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Festivalbericht: Tauron Nowa Muzyka – Tag 2

Paul

Tauron Nowa Muzyka - Tag 2

Kommen wir also zu Tag 2 des Tauron Nowa Muzyka in Katowice. Kann Tag 2 mit Tag 1 mithalten? Sind noch größere Enttäuschungen zu erwarten als xxyyxx, oder wird das alles wieder wettgemacht? Kommt Julia wieder mit Sebastian zusammen? Das und mehr erfahrt ihr.. jetzt.

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Festivalbericht: Tauron Nowa Muzyka – Tag 1

Paul

Tauron Nowa Muzyka 2012 - Tag 1

Sommerzeit ist Festivalzeit. Millionen von Menschen in ganz Europa packen ihre Rucksäcke und Zelte und verbringen ein langes Wochenende im Schlamm um ihrer Liebe zur Musik zu frönen. Auch ich war dabei, und zwar auf der 7. Edition des Tauron Nowa Muzyka. Obwohl es grössenmässig eher auf der unteren Schiene fährt ist die Qualität eine der besten in Europa (Gewinner des ‘Best Small Festival Awards’ 2010). Und weitab des Königs Indie und des überall verschrienen Mainstreams regiert hier Nischenelektro von Post-Dubstep bis Downtempo Chillwave. Unten folgt ein etwas ausführlicherer Bericht mit all den Höhen und Tiefen des letzten Wochenendes in Katowice:

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Hurricane 2012 – Ein Kurzfazit

Marc

Das Hurricane Festival 2012 ist Geschichte und ein ausführlicher Nachruf wird noch folgen, aber bis dahin werde ich auch weiterhin nur mit folgendem Kulturgut der Cantina Band einschlafen können. Schön, dass die Jungs kurzfristig 24/7 auf allen Campingplätzen spielen konnten (in meinem Fall: C13). Wer auch vor Ort war, wird jetzt eventuell durchdrehen, aber wer es schon 4 Tage ausgehalten hat, schafft auch nochmal 10 Stunden.

Live: Ólafur Arnalds @ Blue Note, Poznań

Paul

Auf Konzerte zu gehen ist ja eigentlich – besonders in grösseren Städten – nichts wirklich Besonderes. Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn man zum ersten Mal auf ein Konzert eines persönlichen Helden geht. Ist er witzig? Ist er nett? Verliebe ich mich aufs Neue in die Musik oder werde ich abgrundtief enttäuscht?

Ich habe mir vor dem Konzert von Ólafur Arnalds ganz bewusst keine Live-Videos auf YouTube angeschaut. Bei den meisten Bands macht man sich darüber eher keine Gedanken: der Gitarrist spielt Gitarre, der Bassist spielt Bass und der Schlagzeuger hält Stöckchen in den Händen. Bei Ólafur jedoch konnte ich mir nur vage ausmalen, wie viel seines Sets digital ist und wie viel nicht; ich wusste nicht mal, ob er alleine auf der Bühne stehen wird oder nicht.

Die erste Überraschung kam noch bevor das Konzert überhaupt anfangen konnte: das Publikum wurde gebeten, keine Fotos zu machen, weder mit Kameras noch Handys, und man sollte doch bitte die Mobiltelefone für die Dauer des Konzerts ausschalten. Es war zwar ein wenig ungläubiges Gemurmel zu vernehmen, aber trotzdem wurden alle Handys brav ausgeschaltet (ich entschied mich dafür, ein Rebell zu sein und stellte es nur auf lautlos). Und obwohl ich die Aufforderung ein wenig lächerlich fand, so wurde mir während des Konzerts klar, wozu das alles dienen sollte: man hatte keine Angst, jemand könnte Ólafur Arnalds filmen und ins Internet stellen, man wollte das Publikum einfach zwingen, sich voll und ganz auf das Konzert zu konzentrieren. Und das ist ihnen komplett gelungen.

Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal auf einem Konzert ohne Blitzlichtgewitter war.

Den Anfang machte ein lokaler Musiker namens Grabek. Seine Musik ist schwer zu beschreiben; ‘Experimental Ambient’ trifft es wohl am ehesten. Die Atmosphäre, die er mit nur einer E-Geige, einem Laptop, einem Looper und einem Sequencer geschaffen hat, war fast schon gespenstisch.

Als dann endlich Ólafur auf die Bühne kam, war ich ein wenig überrascht; nur ein Flügel, ein Laptop und ein Keyboard standen auf der Bühne. Zwar wurde er von einem Violinist und einem Cellist begleitet, dennoch war ich neugierig wie er seine Musik live umsetzen wird. Doch nach der Begrüßung sagte er etwas, auf das ich so nicht vorbereitet war: “Can you sing?” Dem Schweigen zu Folge war ich mit meiner Verwunderung nicht alleine. Dann nahm er ein iPad in seine Hand und fragte noch mal:

Can you sing? I want to record you and use you in a song.

Den mit seinem iPad aufgezeichneten und in einer Loopschleife abgespielten Gesang des Publikums verarbeiteten Ólafur und die beiden Begleitmusiker zu einem Lied, das ich noch nie gehört hatte. Kein Wunder: spontane Improvisationen sind schwer auf Alben zu finden. Aber genau das machte es so besonders: Das hier ist unser Lied, gespielt in einem Moment der Spontanität.

Nach einigen Liedern hielt er inne und begann, die Geschichte hinter dem Lied »Poland« zu erzählen; von seiner Schlaflosigkeit im Tourbus (die durch die polnischen Strassenverhältnisse hervorgerufen wurde), welche er mit Wodka bekämpfen wollte (was die polnischen Strassen auch eher erschwerten), was schlussendlich dazu führte, dass er mit einem unglaublichen Kater in Poznan ankam. In diesem Zustand schrieb er genau vor einem Jahr das Lied »Poland«. Der Fakt, dass dieses Lied in meiner Heimatstadt komponiert worden ist, machte es noch persönlicher für mich und die restlichen Konzertbesucher.

Ólafur Arnalds live zu sehen, geht für mich weit über einen normalen Konzertbesuch hinaus. Die Distanz, welche normalerweise zwischen einem Künstler und dem Publikum besteht, war hier überhaupt nicht vorhanden, im Gegenteil: mir kam es so vor als wäre Ólafur ein alter Bekannter, der in meinem Wohnzimmer Klavier spielt, kein unnahbarer isländischer Komponist. Die kleinen Geschichten hinter den Liedern und die fehlenden Kameras und Handys haben die ganze Atmosphäre nur verstärkt und noch intimer gemacht. Als ich wieder auf der Strasse war, war ich ein wenig durcheinander; ich war aufgewühlt, nachdenklich. Aber vor allem glücklich. Glücklich, dass ich so etwas erleben durfte. Ein persönliches kleines Wohnzimmerkonzert ohne Wohnzimmer, mit alten Freunden, die man nicht kennt. Ein Moment, den ich mit mir tragen werde. Für eine sehr lange Zeit.

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Rockwork Orange - Beathovens 8 und die beste Musik aus der Korowa-Milchbar


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