GSC 2012: Vorentscheid Island
Eigentlich wollte ich dieses Jahr bei Konnas Gedankendeponie Songcontest unbedingt für England antreten und mit den fantastischen These New Puritans den Sieg einfahren. Doch es kommt immer anders als man denkt: Weil England im Vorjahr so schlecht abgeschnitten hatte, steht das Land dieses Jahr überhaupt nicht zur Wahl. Ich musste mich also umentscheiden. Letztes Jahr konnte ich zwar mit meinem belgischen Vorschlag BRNS/Brains einen tollen dritten Platz machen, aber dieses Jahr wollte ich keine alten Songs einreichen, sondern auf eine ganz neue Entdeckungsreise gehen. Dann genau darum soll es im Wettbewerb schließlich gehen, wie mein Kollege Marc schon richtig in seinem Vorentscheid für Finnland schrieb. Recht schnell habe ich mich dann gegen Dänemark und für Island entschieden.
Ich bin eine Frau. Und Frauen können ganz ganz schlecht Entscheidungen treffen. Deswegen dürft ihr nun aus meinen isländischen Favoriten den Song wählen, der mir den Sieg bringen wird. Natürlich dürft ihr dann nicht vergessen, mir beim Wettbewerb 12 Punkte zu verpassen bzw. meinen Song im Zuschauer-Voting zu pushen. Ist klar, oder?
M-Band – Misfit
Genre: Electronic/Dubstep/Experimental
M-Band hat im März seine allererste EP veröffentlicht, aus der »Misfit« stammt. Da mir elektronische Musik besonders dann gut gefällt, wenn sie abwechslungsreich dargeboten wird, ist der Track ein fantastischer Kandidat für den GSC2012. Der tragende Gesang von Hörður Már Bjarnason rundet den experimentellen Titel perfekt ab.
Nóra – Apóteles
Genre: Indie-Pop
The Reykjavík Grapevine, eine alternative Musikzeitschrift aus Irland, beschreibt Nóra als die erste Band aus Island, die in 2012 alles richtig gemacht hat. Wenn ich Isländisch sprechen könnte, würde ich erst den instrumentalen Part genießen und ab der Hälfte der Zeit ganz laut mitsingen.
Mugison – I Want You
Genre: Indie/Singer-Songwriter/Experimental
Mit seinem leicht schrägen Sound und seiner etwas verrauchten Stimme, ist Mugison einer der wenigen Singer-Songwriter, die nicht in der Indie-Belanglosigkeit verschwinden. »I Want You« ist ein Song, der unter die Haut geht und deswegen in dieser Liste nicht fehlen darf.
Apparat Organ Quartet – Konami
Genre: Electronic/Experimental
Das Apparat Organ Quartet behauptet sich bereits seit mutigen 13 Jahren im Musikgeschäft. Mit »Konami« haben sie einen Song geschaffen, der genau in mein elektronisches Beuteschema passt. Besonders der Wechsel zwischen männlichem Robotergesang und weiblich gesäuseltem Sound gefällt mir. Dass der Titel wie Games-Publisher Konami heißt, setzt der Schokotorte noch eine Kirsche auf.
Sin Fang Bous – Catch The Light
Genre: Indie-Pop/Dream-Pop
Soweit ich das beurteilen kann, gehört Sin Fang Bous zu den bekannteren Exporten aus dem schönen Island. Trotzdem darf der Künstler mit ganz viel Indie-Charme in meinem Vorentscheid nicht fehlen. Insbesondere, weil mich »Catch The Light« im positivsten Sinne in den Schlaf wiegen könnte.
Toggi – Let Them Bleed
Genre: Singer-Songwriter
Bei Toggis Song handelt es sich um einen recht einfach gestrickten Pop-Song. Und trotzdem geht »Let Them Bleed« irgendwie ins Ohr und will nicht wieder weg. Seien wir ehrlich: Manchmal sind es eben die kleinen, einfachen Dinge im Leben.
Ghostigital – Northern Lights
Genre: Electronic/Experimental/Industrial
»Northern Lights« erinnert mich an eine Mischung aus The Avalanches’ »Frontier Psychiatrist«, Mike Pattons verrücktem Organ und Rap-Musik, mit der ich mich nicht auskenne. Macht im Ergebnis einen abgefahrenen Song, der in meine Musiksammlung gehört.
Hjaltalín – Suitcase Man
Genre: Indie-Pop/Experimentelle Klassik
Experimente gefallen mit üblicherweise immer. Besonders dann, wenn eine achtköpfige Band aus Island der Meinung ist, dass sich Indie-Pop gut mit Blasinstrumenten und experimenteller Klassik verträgt. Bei »Suitcase Man« ist eine Mischung herausgekommen, die mir sofort Sommerlaune auf mein Gesicht zaubert.
Reykjavík! – Repticon
Genre: Indie-Rock/Punk
Reykjavík! sind Fan von Großbuchstaben und Ausrufezeichen. Weil ich ebenfalls Fan von beidem bin, ist die Band hier in meinem Vorentscheid gelandet. Und vielleicht auch ein bisschen, weil ich ihren Sound zwischen wütendem, kantigem Chorus und melodiösem Hintergrundgesang leiden kann.
Who Knew – Tranquility
Genre: Indie-Rock/New Wave
Vor sieben Jahren in einer Garage in Reykjavík gegründet, behaupten Who Knew von sich, nicht wie andere Bands klingen zu wollen. Ihr Debütalbum hat die Band allerdings erst vor zwei Jahren veröffentlicht – und das komplett in Eigenregie und ohne Label. Schön ist, dass die Band eine Platte abgeliefert hat, die zwar doch ein bisschen nach anderen Bands klingt, aber trotzdem scheinen kann.
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Jetzt abstimmen!
Bis zum 13. Mai um 23:59 Uhr könnt ihr für eure drei Favoriten in der Umfrage voten. Damit die Spannung trotzdem erhalten bleibt, werden die Ergebnisse vorerst geheimgehalten und erst später hier im Blog präsentiert. Bitte schreibt eure Favoriten auch nicht explizit in die Kommentare, da dies sonst andere Teilnehmer des Vorentscheids beeinflussen könnte.
Andere Vorentscheide
Einige andere Teilnehmer des GSC2012 machen ebenfalls einen Vorentscheid für ihr Land: cimddwc für Belgien / beetFreeQ für Frankreich / Marc für Finnland / Michael für Ungarn / David für Italien




Mi, 09. Mai 2012, 08:51 Uhr
Die Entscheidung fiel mir schwer. Viele gute Sachen dabei, aber auf anhieb habe ich nicht DEN Song für mich entdecken können. Habe dann für die 3 Songs mit dem größten Wachstumspotenzial gestimmt.