Electronic

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Plattentest: Purity Ring – Shrines

Paul

Es ist nun mittlerweile zwei Jahre her seit sich Corin Riddick und Megan James vom elektronischen Glitch-Pop-Kollektiv Born Gold (damals noch Gobble Gobble) losgelöst haben um ihren eigenen Weg als Purity Ring zu gehen. Doch nachdem sie nach ihrem ersten Lied »Ungirthed« eine Menge Staub aufgewirbelt haben wurde es erstmal Still um das kanadische Duo. Einige Zeit später wurde die Lücke mit »Lofticries« gefüllt, doch das Lied warf mehr Fragen auf als dass es sie beantwortete: Was für Musik machen Purity Rings eigentlich, und was kann man in Zukunft von ihnen erwarten?

Shrines ist die Antwort auf diese Frage. Zumindest zum Teil. Denn anstatt einen Strang weiter- zuverfolgen driften die Lieder genretechnisch immer weiter voneinander ab. Da ist zum Beispiel das schon bekannte, luftige »Ungirthed«, doch schon ein Lied weiter kommt »Amenamy« mit seinen dunklen Bässen und düsterer Atmosphäre, gefolgt vom mit Melancholie und Sehnsucht durchwobenen »Grandloves«. Doch das ist bei weitem keine schlechte Sache, ganz im Gegenteil: ich weiß nicht wann ich das letzte Mal ein Album durchgehört habe das mich regelrecht dazu gezwungen hat aktiv zu sein. Dabei liefern beide Künstler den selben Anteil an Arbeit ab; niemand ist wichtiger als der andere. Ohne Riddick’s verspielte Beats und eklektische Melodien die jedes Lied fast schon lebendig erscheinen lassen und ohne James’ wunderschöne Texte die sie mit ihrer kindlichen Stimme singt wäre Purity Ring einfach nicht Purity Ring.

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RwO-Mix #04 – April 2012

Kristin

Eigentlich weigere ich mich ständig, auf den Kalender zu gucken. Die Zeit geht schließlich viel zu schnell vorüber. Und doch ist mein Blick neulich wieder in die rechte untere Ecke des Rechners gewandert, und ich musste feststellen: Puh, schon Mai.

Aber glücklicherweise hat die fortgeschrittene Zeit auch ihre gute Seiten. Es ist nämlich wieder Zeit für den nächsten RwO-Mix und somit für einen bunten Blumenstrauß an neuer Musik. Diesmal haben wir euch die Songs zusammengesucht, die uns im April begleitet haben. So launisch wie das Wetter in besagtem Monat war, so durcheinander ist auch unser Mix. In diesem Sinne: Viel Spaß!

  • Fabian: Loquat – We Could Be Arsonists
  • Benjamin: Refused – Deadly Rhythm
  • Marc: Die Ärzte – Das Darfst Du
  • Paul: Dntel – Still (feat Baths)
  • Hauke: Eluveitie – Meet the Enemy
  • Maxx: Die Orsons – Jetzt
  • Hauke: Poets of the Fall – Kamikaze Love
  • Kristin: FOE – A Handsome Stranger Called Death

Den Mix bei 8tracks anhören.

Achtung! Leider hatte Spotify in diesem Monat ganze vier Songs des RwO-Mix nicht verfügbar!

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Plattentest: Oberhofer – Time Capsules II

Paul

Hach, sie werden ja so schnell erwachsen. Kaum hört man ihre ersten Demos im Internet, schon haben sie ihr eigenes Album. Und was für ein Album. Ich glaube, ich war noch nie so ungeduldig auf das Release eines Debüts wie auf das von Oberhofer.

Als ich Oberhofer 2010 zum ersten Mal auf einem Mixtape gehört habe war ich sofort von den klimpernden Gitarren und verspielten Melodien angetan. Nach und nach tauchten weitere Demos auf und machten mich auf ein Album oder wenigstens eine EP gespannt. Aber nach zwei 7″ war erstmal Funkstille. Jetzt, zwei Jahre später, ist es endlich soweit; nach endlosen Lobpreisungen seitens der Musikblogosphäre treten Oberhofer ins Scheinwerferlicht. Doch zwei Jahre sind eine lange Zeit, und die Erwartungen sind ziemlich hoch. Vielleicht zu hoch?

Vorweg sei angemerkt: bei Time Capsules II steht ganz klar Spaß im Vordergrund. Pop existiert hier in seiner Essenz; unglaublich leichte Melodien, die sich um eine Ohrwurmposition streiten und die immense fröhliche Atmosphäre machen das Album zu einem wahren Feuerwerk. Gleich der Opener »HEART« gibt die Richtung für den Rest des Albums an: ein klimperndes Klavier und tanzende Xylophonmelodien treffen auf warme Gitarrenakkorde und einen treibenden Schlagzeugbeat. Doch was Oberhofer so wirklich draufhaben, zeigen sie mit »Landline« und »Away Frm U«: ich wurde fast schon von der positiven Energie der Songs erschlagen und die Melodien wollten mir tagelang nicht aus dem Kopf.

Doch nicht alles ist purer Sonnenschein auf Time Capsules II; »Yr Face« und vor allem »oOoO« sind voll von zuckersüßer Melancholie, so dass es fast schon weh tut. Dabei beschwören Oberhofer Bilder von Liebe und Hoffnungslosigkeit, die bei allem Kitsch glaubwürdig rüberkommen. Außerdem haben Oberhofer es mit »oOoO« geschafft, dass ich zum ersten Mal wochenlang einen Refrain gesungen habe, der noch nicht mal aus Worten besteht.

Bei all dem leichten Pop mit seinen Ooohs und Aaahs bleibt leider der Text ein wenig auf der Strecke, und auch wenn die Band stellenweise meisterliche Metaphern iwe ‘beer cans growing blades of grass‘ aufstellen, gibt es Momente, die vor Kitsch nur so strotzen. Aber wenn das der Preis für ein Album mit so viel Herz ist, komme ich damit mehr als nur klar. In den zwei Jahren sind Oberhofer einen weiten Weg gekommen und man merkt der Band auf der Platte an, wie viel Potential in ihnen steckt. Time Capsules II ist zwar kein Meisterwerk, aber ich habe keine Zweifel, dass Oberhofer noch eines abliefern werden.

Time Capsules II ist seit Montag auf Glassnote Records erhältlich und zumindest für mich jeden Cent wert.

Falls mich jemand braucht, ich bin tanzen.

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My Name is Kristin

Kristin

Herr Wolf spricht mir heute aus der Seele.

I am the tragedy / And the heroine / I am lost / And I am rescuing
The storm is come / And I am following / My name is Kristin / And I am alive
Forever young / I come from God knows where / And now I’m here / Without a hope or care
I am trouble / And I am troubled, too / My name is Kristin / And I am alive

Sorrow by name / And sorrow by nature / Working for joy / On overtime
Stuck on a line / Of misadventure / I fear no crime

© 2014 by 

Rockwork Orange - Beathovens 8 und die beste Musik aus der Korowa-Milchbar


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